Teure Umwege

Es ist nun dran, das zu tun, was wir immer schon tun wollten. Kein Aufschieben. Keine Schleichwege. Keine Umwege. Kein ‚auf später Verschieben‘.

Ich bin gerade dabei mich von Kompromissen und Übergangslösungen zu trennen, jegliches auszumisten und mich zu minimieren auf meine Essenz.

Ich mache, was ich immer schon machen wollte. Ich erfülle mir Kindheitsträume, ich entferne das was ich nur halbherzig und nebenbei machte und fokussiere mich ausschließlich darauf, was ich leidenschaftlich gerne mache.

Für mich ist das das Schreiben. Schon als Kind liebte ich es, mir Notizbücher zu kaufen, auf einer alten Schreibmaschine zu tippen und unseren ersten PC stundenlang zu begutachten und auszuprobieren. Ich liebte Füllfedern, Kugelschreiber und Malfarben.

So bin ich in den letzten Monaten stetig in der Frage geblieben,… was will ich wirklich tun in diesem Leben? Wofür möchte ich meine Zeit hergeben? Was macht mich glücklich? So kam das Schreiben immer stärker zu mir… bis ich unaufhaltsam in einen Schreibrausch kam… Ich kaufte mir Notizbücher in allen möglichen Formaten und nahm meinen Laptop überall mithin. Ich schreibe nun in jeder freien Minute. Im Caféhaus, am Strand, im Bett, auf dem Boot, im Taxi.

Ich fühle, als würde es das einzige sein, das ich aufgerufen bin zu tun. Schreiben. Ich schreibe an Blogartikeln, an Gedichten, an einem Onlinekurs, an einem Buch, an meiner Website. Es ist als wäre es das natürlichste und als hätte es darauf gewartet, dass ich es endlich als das anerkenne.

Es ist einfach. Flüssig. Voller Freude.

Was daraus wird? Ich weiß es nicht. Ich folge nur diesem Impuls, der unaufhaltsam wie eine stürmische Welle über mich kam, mich auffordernd zu schreiben. Endlich zu schreiben. Das bedeutet für mich auch einiges zu verabschieden. Ich mag Veränderungen und ich scheue es nicht bei Null anzufangen.

Wenn ich zurückblicke, dann waren es ‚teure Umwege‘ die ich gemacht habe. Es ist als hätte ich mich des öfteren verlaufen. Nicht zu tun, was wir aufgefordert sind zu tun, kann uns teuer zu stehen kommen. Wenn wir nicht dem folgen, was uns ruft, dann versucht uns das Leben immer wieder umzuleiten…. oft indem es uns hinfallen lässt oder uns mit Schwierigkeiten konfrontiert. Sind wir hingegen auf der richtigen Spur, fühlt sich das leicht und fließend an.

Trotz alledem  glaube ich auch nicht, dass etwas umsonst ist im Leben. Ich glaube an die Richtigkeit in allem. So gesehen sind auch Umwege wertvolle Lehrmeister, uns stetig auffordernd in unser eigenes Gleis einzufahren.

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